Schüler bauen einen Kräutergarten für die Schulküche in Schlagsdorf

Im Rahmen der aktuell bundesweit stattfindenden Kampagne „Verrückt auf Morgen“ richten die Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Schlagsdorf in ihrem Schulgarten einen eigenen Kräutergarten in einer Größe von ca. 25 m² für ihre Schulküche ein. Hierzu wird eine bisher ungenutzte Fläche zunächst hergerichtet und dann durch eine Trockenmauer terrassenförmig angelegt.

Die Idee dahinter ist simpel: Pflanzen sind lebenswichtig für uns Menschen. Sie versorgen uns unter anderem mit Nahrung, Kleidung und Heilmitteln. Durch ihre Schönheit, Düfte und Aromen bereichern sie unser Leben. Doch immer weniger Menschen sind sich dessen bewusst. Mit dem Wissen um die Nützlichkeit einzelner Pflanzen verschwindet leider auch oft die Wertschätzung. Wenn Kinder erfahren, wie Pflanzen angepflanzt werden und wozu man sie später verwenden kann, werden sie darin bestärkt, sorgfältig mit der Umwelt umzugehen.

Bei der Anlegung des Kräutergartens wird der Aspekt des zu erwartenden Klimawandels berücksichtigt. Es werden daher auch mediterrane Gewürzpflanzen entsprechend eingebracht. Berücksichtigt werden bei der Gestaltung von Kräuterbeeten ursprünglich beheimatete alte Kräutersorten, die teilweise keltischen Ursprungs und als Heil- und Salbkräuter in Vergessenheit geraten sind. Bedacht werden nur genießbare und Kind gerechte Pflanzen. Beliebt ist bei Kindern u.a. der Römische Schildampfer (Sauerampferart). Seine Blätter sind auch roh essbar. Als fachliche Betreuung fingiert die Biologielehrerin Ute von Holly-Wramp. Pflegearbeiten sollen durch die Schüler selbst durchgeführt werden. Sie erhalten entsprechende Unterstützung und Anleitung durch ihre Lehrerin. Für Insekten und zahlreiche Schmetterlinge wird der neue Kräutergarten mit seinen zahlreichen Blüten ein Paradies sein. Zahlreiche wärmeliebende Eidechsen und Käfer finden in den Spalten und Ritzen der Trockenmauern ein neues zu Hause und können von den Kindern beobachtet werden.

Die Materialien und die Bauausführung des Kräutergartens stellt der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. mit Unterstützung der LEADER-Aktionsgruppe „Mecklenburger Schaalseeregion – Biosphärenreservatsregion“ sowie der NKG Hanseatische Natur und Umweltinitiative zur Verfügung.

Langjährige Partnerschaft mit der Biosphäre

Die Regionale Schule mit Grundschule Schlagsdorf wurde im Februar 2020 als „Biosphärenschule“ ausgezeichnet. Die Kooperation mit der Regionalen Schule Schlagsdorf besteht allerdings schon seit 2012. Seit dieser Zeit betreut das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe im Rahmen der offenen Ganztagesschule eine Gruppe der Junior Ranger. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 bis 6 nehmen an dem Angebot teil. Sie lernen die Tiere, Pflanzen und Lebensräume des Biosphärenreservates sowie die Arbeit der Ranger kennen und führen praktische Naturschutzmaßnahmen, wie z. B. den Bau von Nisthilfen, durch. In ihrem Schulgarten haben sie gemeinsam mit den Rangern ein Insektenhotel aufgestellt und mit Hilfe von Weidenruten einen Zaun um den Schulgarten angelegt.

Eine „Biosphärenschule“ ist eine Schule, die im Einzugsgebiet des UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee liegt und in ihren schulischen und außerschulischen Aktivitäten die Ziele des Biosphärenreservates unterstützt. Das Bildungskonzept einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung ist in möglichst vielen Aspekten in der Schule integriert.

Verrückt auf morgen ist eine Intitiative der Nationalen Naturlandschaften e.V., die im Frühjahr 2022 in 18 deutschen Biosphärenreservaten gestartet ist. Mit dieser Kampagne möchte der Verein die Relevanz der deutschen Biosphärenreservate bekannter machen und ihre Mission voranbringen: Für eine nachhaltige Zukunft auf unserem Planeten einzustehen.

 

Foto: Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Schlagsdorf legen mit Andreas Holleitner vom GaLaBau Holleitner den Kräutergarten an. Fotoautor: Gerd Schriefer

 

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