Biosphäre blüht

Blühfläche auf dem Gelände des Kunstraums Testorf. Foto: Susanne Hoffmeister

Weltweit ist ein Verlust der Artenvielfalt zu verzeichnen. Wildbienen, die als Bestäuber an der Schnittstelle zwischen der Pflanzen- und Tierwelt agieren, sind davon besonders betroffen. Dies liegt unter anderem an der Zerstörung bzw. Zerschneidung ihrer Lebensräume. Ihnen fehlen sowohl geeignete Nistplätze als auch Nahrungsquellen wie Wildblumen, auf die sie spezialisiert sind.

Daher fördern das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe, der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. und die Stiftung Biosphäre Schaalsee die Anlage mehrjähriger Blühflächen mit regionalen Wildblumensamen. Ziel des Projektes ist, entlang eines blühenden Bandes durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee ein Netz aus mehrjährigen Blühflächen entstehen zu lassen, welches im Laufe der Zeit mit Blühflächen anderer Regionen vernetzt werden kann. Dies leistet nicht nur einen Beitrag zum Wildbienenschutz, auch andere Arten wie Vögel, Schmetterlinge und Igel, die beispielsweise zur natürlichen Schädlingsbekämpfung beitragen, profitieren davon. Und nicht zuletzt kommt es auch uns Menschen zugute, da unser Obst und Gemüse sowie andere Pflanzen bestäubt werden.

Das Projekt bezieht sich auf private, öffentliche und landwirtschaftliche Flächen.

Bisheriger Ablauf

  • Projektauftakt war die Informationsveranstaltung am 8.8.2018 im PAHLHUUS zur naturnahen Gartengestaltung sowie zur Aussaat und Pflege der Blühflächen
  • dabei wurde Saatgut für die Herbstaussaat zu Projektbeginn durch das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe, den Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. und die Stiftung Biosphäre Schaalsee kostenlos zur Verfügung gestellt
  • für die Frühjahrs- und Herbstaussaat 2019 wurden jeweils Sammelbestellungen für regionales Wildblumensaatgut in Kooperation mit der Schaalsee-Info – Der Regionalwarenladen getätigt
  • für die Frühjahrsaussaat 2020 wird wieder eine Sammelbestellung für regionales Wildblumensaatgut organisiert, für das sich interessierte Personen bereits auf einer Vormerkliste eintragen lassen können

Ausblick

  • Unterstützung zum Bau von Nisthilfen wie Insektenhotels geplant
  • Wildbienen-Monitoring zur Überprüfung des Projekterfolgs
  • Vortragsreihe zur naturnahen (wildbienenfreundlichen) Gartengestaltung
  • auch auf eigenen landwirtschaftlichen Flächen werden Blühflächen angelegt
  • Fotowettbewerb bzw. Flächenbesichtigungen
  • Ausgabe von kostenlosem Saatgut an Kinder anlässlich des Zarrentiner Weihnachtsmarktes
  • Suche nach einer Mustergemeinde für ein Pilotprojekt
  • weitere Ideen für eine bienenfreundliche Region sind herzlich willkommen

Im Rahmen des Projektes ist außerdem geplant, den Bau von Nisthilfen wie Insektenhotels zu unterstützen. Das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe legt auf eigenen landwirtschaftlichen Flächen ebenfalls Blühflächen an. Der Projekterfolg soll durch ein wissenschaftliches Wildbienen-Monitoring gemessen werden. Falls Sie zusätzliche Ideen für eine bienenfreundliche Region haben, setzten Sie sich gerne mit Frau Burkhardt in Verbindung. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen über das Projekt und können sich auf einer Vormerkliste für die Frühjahrsaussaat eintragen lassen. Wir würden uns außerdem über eine Mitteilung freuen, wenn Sie bereits eigeninitiativ Blühflächen angelegt haben, damit wir diese in das Netz aufnehmen können.

Eine wichtige Rolle für den Erfolg des Projektes spielen die Gemeinden. Zum einen verfügen sie selbst über Flächen, auf denen kostengünstige Blühflächen angelegt werden können. Zum anderen ist es wünschenswert, wenn sie möglichst viele Bürger und Bürgerinnen in der Schaalseeregion für die Teilnahme am Projekt begeistern könnten. Jede Blüte zählt. Daher sind wir auf der Suche nach einer Mustergemeinde für ein Pilotprojekt.

 

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Lage Biosphärenreservat. Karte: Verlag Maiwald-Karten

Lage UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Karte: Verlag Maiwald-Karten

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